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Berlin-Windhoek Filmnacht 2010

Berlin-Windhoek Filmnacht 2010

Ein interkultureller Austausch zwischen Vertretern der Kunst und Politik aus Berlin (Deutschland) und Windhoek (Namibia) findet im Oktober statt.

Am 28. Oktober 2010 ist es soweit! Die Filmnacht Berlin-Windhoek findet um 20 Uhr im Berliner Babylon Kino statt.

Eröffnungsfilm der Veranstaltung ist der Film “Africa Light / Gray Zone” (2010) von Tino Schwanemann. “Africa Light / Gray Zone” erzählt die Geschichte Namibias, dem “Licht Afrikas”, repräsentativ für einen gesamten Kontinent. Zwischen Tradition und Moderne, zwischen Viehzucht und Slums, von Kolonialismus über Eigentumsreformen bis zum Mindestlohn für alle. Namibia ist weder schwarz noch weiß – sondern unendlich grau.

Weitere Highlights werden der Film “City Code” von Tabea Sternberg, gefolgt von weiteren Filmen deutscher und afrikanischer Filmemacher, eine Poetry Slam Performance aus Windhoek, Live Musik, eine Fotoausstellung sowie der offizielle Empfang sein.

Die Filmnacht wird veranstaltet von der Deutsch-Namibischen Gesellschaft in Kooperation mit dem ZDF und wurde unterstützt vom Senat der Stadt Berlin, dem Auswärtigen Amt und Air Berlin.

Standbild aus

Für den Deutschen Kurzfilmpreis 2010 wurde mit “Democracy Is …“ von Tino Schwanemann ein Film vorgeschlagen, der den Umgang mit Demokratie kritisch reflektiert.

Die Debatte könnte aktueller kaum sein. Gerade erst hat Thilo Sarrazin mit seinen kritischen Worten zur deutschen Integrationspolitik für Furore gesorgt und erfuhr von vielen Seiten heftige Kritik, so wird in diesem Zusammenhang sogleich das Demokratieverständnis unserer Politiker in Frage gestellt. Wenn der Bundespräsident, als eine neutrale Person, der Deutschen Bundesbank nahelegt, Sarrazin seiner Ämter zu entheben, nur weil dieser offen seine Meinung kundgetan hat, welche Bedeutung hat die ursprüngliche Definition von Demokratie noch?

Doch nicht nur in der Politik findet man Beispiele dafür. In der Kunst und im Film ist das nicht anders. Der Berliner Regisseur Tino Schwanemann wollte 2009 mit seinem Film „Democracy Is …“ an einem Filmwettbewerb teilnehmen, dessen zentrales Anliegen ein Diskurs über Demokratie war. Der Wettbewerb wurde vom U.S. Außenministerium veranstaltet. Doch Schwanemann wurde die Teilnahme untersagt, weil „ … sich der Film ausschließlich auf die negativen Seiten der amerikanischen Demokratie konzentriert und die positiven außer Acht lässt …“, so das U.S. Außenministerium. Kurz und knapp gab es diese Abfertigung, obwohl der Film die meisten Stimmen und Klicks seitens der Teilnehmer bekam.

Nichtsdestotrotz wurde Schwanemanns Film in der Zwischenzeit auf vielen internationalen Filmfestivals aufgeführt, natürlich auch in den USA, von der Aktion Mensch mit dem Gesellschafter Award und vom Bitfilm Festival mit dem Politicool Award ausgezeichnet. Der Film schaffte es ins Marta Herford Museum für zeitgenössische Kunst und lief als Vorfilm zum Dokumentarfilm „La Vida Loca“ im Kino. Von einem Jurymitglied wurde er nun für den Deutschen Kurzfilmpreis vorgeschlagen.

Der Deutsche Kurzfilmpreis ist die wichtigste Auszeichnung für den Kurzfilm in Deutschland. Jedes Jahr im November wird er vom Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien in einer eigenen Veranstaltung verliehen. Denn der Kurzfilm ist nicht nur eine eigene Kunstform, sondern auch ein gutes Experimentierfeld und eine wichtige Bewährungsprobe für junge Filmschaffende. Die Bundesregierung hat deshalb in den vergangenen Jahren die Filmförderung in diesem Bereich weiter ausgebaut und den Deutschen Kurzfilmpreis, den bedeutendsten und am höchsten dotierten Preis für dieses Genre in Deutschland, aufgewertet.

From Germany, Switzerland, Italy to Brazil, China and to the United States of America

Long Island Film Festival

“Africa Light / Gray Zone” is on a world tour. It starts in September with the EcoVison Film Festival in Palermo, which will also be held in Brazil and China through the support of UNESCO.

Parallel, the first screening in New York will start at The Long Island Film Festival. First, right in the heart of Long Island City, then in the Hamptons.

In October, the film will be part of the documentary section of the Shnit Film Festival in Bern (Switzerland) and finally, on 24 October 2010, it will be the opening film of The German African Movie Night in The Babylon Cinema in Berlin, an event organized by The German Department of State and The German Namibian Association.

The director of the film Tino Schwanemann will be there together with the producer Stefanie Paul. Both are looking forward to get international feedback on the film. “Of course, we are pretty curious about the opinions from economy and politics. Basically, our film is dealing with the aspects of these two topics. And we are very pleased about the film being so popular, especially in Namibia”, says the director, “Finally, I am really convinced that there will be the one or other discussion. But this exactly is the aim of Africa Light / Gray Zone, too. A film without a debate is a bad movie. ”

The dates of the events and much more information on the film “Africa Light / Gray Zone” are available on the website www.africa-light.com.

Dieser Kurzfilm von Tino Schwanemann ist eine Geschichte über den Kontinent Afrika. Er beschäftigt sich auf zeitgemäße Weise mit den Facetten der sozialen, wirtschaftlichen und auch politischen Entwicklung in der sogenannten Dritten Welt. Der Film ist eine Geschichte über die verlorene Identität der afrikanischen Naturvölker, den überwältigenden Fortschritt von außen sowie über die eng damit verbundenen Veränderungen in der Umgebung und Umwelt dieser Völker.

Standbild aus dem Film AFRICA LIGHT - GRAY ZONE

Link: offizieller Trailer auf Youtube

Kurze Synopsis: Afrika’s Natur ist voller Farbenpracht. Ein kunterbuntes Erlebnis! Die gesellschaftlichen, politischen und wirtschaftlichen Probleme des Kontinents jedoch sind ungesättigt. Weder schwarz noch weiß, viel mehr endlos grau.

“Africa Light”- so nennen die weißen Einheimischen Namibia. Der Name suggeriert Romantik, Schönheit der Natur und Problemlosigkeit in einem Land, in dem der Unterschied zwischen Arm und Reich kaum größer sein kann. Namibia macht jedoch nicht den Eindruck dessen. Oberflächlich betrachtet wirkt es wie Afrika in seiner harmlosesten und zivilisiertesten Form. Es ist ein Land, das durch eine dermaßen eindrucksvolle landschaftliche Kulisse und faszinierende Fauna zum Träumen einlädt. Das über eine sehr ausgeprägte Tourismus-Struktur verfügt und viel Geld mit seiner magischen Anziehungskraft verdient.

Tino Schwanemann während der Dreharbeiten an AFRICA LIGHT / GRAY ZONE  Felix Novo De Oliveira & Mathias Prause

links: Tino Schwanemann während der Dreharbeiten, rechts: Felix Novo De Oliveria und Mathias Prause
Fotos: einscommanull

Aber Namibia ist trotz seiner grandiosen Pracht eine endlose Grauzone. Es pendelt zwischen Tradition und Moderne, zwischen Viehzucht auf dem Land und Verslumung in der Stadt, zwischen Kolonialisierung, Landreform und Mindesteinkommen für jedermann, zwischen Sozialismus und eiskalt berechneter Marktwirtschaft.

Musik komponiert von Steffen Greisiger & Filmorchester Babelsberg, dirigiert von Bernd Wefelmeyer. Sound Design von Jan Weigel, Sound Mix von Christian Ottow.

Der Film wird im Januar 2010 in Rotation auf Filmfestivals zu sehen sein. Weitere Details auf der Website www.africa-light.com und im dazu gehörigen Blog unter http://africalight.wordpress.com

Filmplakat von AFRICA LIGHT - GRAY ZONE Tino Schwanemann 

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Vote for Democracy

Democracy Is ...

“Tino’s film takes a hard look at what he sees as the negative sides of American democracy –do you think the positives of the freedoms that come with democracy outweigh the negatives? (We do!)”

(U.S. Department of State über den Film “Democracy Is…”)

Mit dieser Begründung wurde der Film des Berliner Regisseurs Tino Schwanemann nicht zu einem Filmwettbewerb über Demokratie in den USA zugelassen. War er zu kritisch? Nicht stereotyp genug?

Dann nahm sich das bitfilm Festival 09 des ganzen an. Aktuell wird unter http://www.bitfilm.com
für den “politicool Award” gevotet.

Spiegel Online berichtete darüber: http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,644714,00.html

Gerade letzte Woche gewann Tino Schwanemann’s Film im Online-Voting auf www.diegesellschafter.de den Filmwettbewerb “Tatort Erde”. Auch auf weiteren Filmfestivals wird er demnächst rund um den Globus zu sehen sein. Vielleicht auch noch in den USA? Die Debatte geht auf jeden Fall weiter.

“Democracy is…” auf youtube:  http://www.youtube.com/watch?v=nVVUdS_5694